Rapperlapapp | Der Podcast über Rap Texte Folge 2: Fatoni über seine Tracks

Rapper Fatoni mit Rapperlapapp Logo 63 min
Bildrechte: MDR SPUTNIK

Seine Texte stecken voller Wortwitze und kritischer Pointen. Fatoni ist ein selbstreflektierter Rapper, der sich nicht zu wichtig nimmt. Doch hinter dem ganzen Humor und der Augenzwinkerei steckt eine Message.

Wenn man rational und mit gesundem Menschenverstand an dieses Thema [Patriotismus] herangeht. Ist das ja eine Tatsache, dass man gar nicht stolz sein kann, auf etwas für das man nichts geleistet hat.

Aktuelle Themen präsentiert der Rapper in fast jedem Track, redet über Sexismus, Rassismus und Political Correctness.
Auch die Geflüchteten-Krise war ein Thema, wie im Song „32 Grad“.

Für Fatoni hat die Rap-Szene auch schwierige Seiten. Zwar hat sich in den Texten schon viel zum Positiven geändert, trotzdem gibt’s gerade im Battle Rap noch viele homophobe und rassistische Lines. Über diese Tendenzen im Deutschrap macht er in seinen Texten aufmerksam, aber ohne erhobenen Finger.

Es ist schwierig Rapmusik zu machen und hart und derbe sein zu wollen, ohne Schimpfwörter.

Was die perfekte politischkorrekte Beleidigung ist und warum Fatonis größte Song-Inspiration Spiegel- und Stern TV sind, erfahrt ihr in dieser Folge Rapperlapapp!

Sneakpeak aus dem Podcast:

Line aus "Check uns aus"

Fatoni real motherhugger,
und ich verdien' den Zaster wie so ein Hustler.
Aber nur am Gegenteil-Tag,
da unterschreib' ich auch ein Majorlabel-Knebelvertrag.
Und ramme mir einen Penis in' Arsch - no Homo.

Lumaraa
Ist die letzte Line nicht ziemlich homophob?

Rapper Fatoni
Bildrechte: Simon Hegenberg

Fatoni
Die Zeile würde ich wahrscheinlich so gar nicht mehr rappen, das war auf dem Album zusammen mit Edgar Wasser. Das war damals lustig "no homo" zu sagen, weil man es nicht darf. Ich dachte damals auch, wenn ich das sage, wird man das schon checken, wie es gemeint ist. Aber das ist natürlich Quatsch!
Die Aussagen sollten einfach provokant sein und ich find's weder lustig, noch ergibt es Sinn. Ich finde es selbst zu nah an Homophobie, aber ich wollte damals die Rapszene provozieren, damit das überhaupt ein Rapper in nem Lied sagt, er rammt sich einen Penis in den Arsch.

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