MDR AKTUELL - Meldungen um 18:30 Uhr


Scholz will mehr Ausländer einbürgern

Die Bundesregierung will bei Ausländern, die schon lange in Deutschland leben, aktiv für den deutschen Pass werben. Kanzler Scholz sagte in Berlin, wer auf Dauer in Deutschland lebe und arbeite, der solle auch wählen können und gewählt werden können. Er solle Teil dieses Landes sein mit allen Rechten und Pflichten - unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder religiösem Bekenntnis. Die FDP-Politikerin Teuteberg warnte davor, mit der Reform des Einwanderungsrechts die Bedingungen für eine Einbürgerung zu weit abzusenken. Die migrationspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion erklärte bei MDR AKTUELL, zu den Voraussetzungen gehöre, dass man seinen Lebensunterhalt selbst sichere, gut Deutsch könne und strafrei sei. - Innenministerin Faeser will die Wartezeit für eine Einbürgerung von acht auf fünf Jahre verkürzen. Zudem sollen die Möglichkeiten für eine doppelte Staatsbürgerschaft erweitert werden.


Regierung: Munitionsmangel in allen Bundeswehr-Bereichen

Die Bundesregierung sieht in allen Bereichen der Bundeswehr einen Munitionsmangel. Regierungssprecher Hebestreit sagte in Berlin, das Problem gebe es überall. Zahlen könne er aus Sicherheitsgründen nicht nennen. Hebestreit bestritt jedoch, dass es heute im Kanzleramt einen Rüstungsgipfel gebe. Es handle sich um einen Routinetermin auf Beamtenebene mit Vertretern der Rüstungsindustrie. Kanzler Scholz oder Minister nähmen nicht teil. Unionsfraktionsvize Wadephul warf Verteidigungsministerin Lambrecht Versagen vor, weil sie nichts unternehme, um die Munitionskrise zu beenden.


Konferenz gegen Plastikmüll begonnen

In Uruguay haben Verhandlungen für ein Abkommen gegen Plastikmüll begonnen. Die Konferenz in Punta del Este wurde von der Uno organisiert. Teilnehmer sind Regierungsvertreter, internationale Organisationen und Umweltverbände. Es handelt sich um eine erste Gesprächsrunde. Ziel ist es, bis Ende 2024 global verbindliche Regeln und Maßnahmen festzulegen. Eine Gruppe von 35 Ländern fordert, die Umweltverschmutzung mit Plastik bis 2040 zu beenden. Der Koalition gehört auch Deutschland an.


Ein Drittel der Thüringer haben Bluthochdruck

Ein Drittel der Menschen in Thüringen leidet an Bluthochdruck. Das geht aus dem Sozialatlas der Barmer hervor. Wie die Krankenkasse mitteilte, leiden unter der Volkskrankheit 32 Prozent der Thüringer. Bundesweit treffe das auf 22 Prozent der Menschen zu. Barmer-Landesgeschäftsführerin Dziuk warnte, Bluthochdruck sei alles andere als harmlos. Er könne Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Betroffen seien vor allem Menschen über 60. Dagegen hälfen Sport und Bewegung sowie Tabakverzicht.


Wegen Brexits: Gut 4000 Ärzte weniger in Großbritannien

In Großbritannien fehlen infolge des Brexit etwa 4.000 Ärzte aus europäischen Ländern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Denkfabrik Nuffield Trust . Demnach arbeiten aktuell im Vereinigten Königreich gut 37.000 Ärzte aus dem europäischen Ausland. Ohne den britischen EU-Austritt wären es fast 4.300 mehr. Lücken gebe es vor allem bei Anästhesisten, Kinderärzten, Psychiatern sowie Herz- und Lungenexperten. Seit dem Brexit benötigen europäische Fachkräfte in Großbritannien Arbeitsvisa, was mit hohen Kosten und großem bürokratischen Aufwand verbunden ist.