MDR AKTUELL - Meldungen um 22:30 Uhr


Großbrand im Harz ausgebrochen

Im Nationalpark Harz wütet zwischen Schierke und dem Brocken ein Großbrand. Eine Reporterin sagte MDR AKTUELL, das Feuer sei unweit der Strecke der Harzer Schmalspurbahnen ausgebrochen. Die Brandfläche habe anfänglich bis zu 35 Hektar im unwegsamem Gelände betragen. Nun breite sich das Feuer westwärts aus. Der Harzer Landrat Balcerowski sagte, die Ortschaft Schierke sei bisher nicht betroffen. Die Touristen auf dem Brocken seien in Sicherheit gebracht worden. Aktuell seien 400 Feuerwehrkräfte im Einsatz - auch aus dem Landkreis Goslar in Niedersachsen. Man sei dabei, mit schwerem Gerät Brandschneisen zu schlagen.


Bund stopft mit Darlehen Milliardenloch in der Pflegekasse

Die Pflegeversicherung erhält vom Bund ein Darlehen über eine Milliarde Euro. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, werden damit Finanzlücken gestopft. Das Defizit sei vor allem durch die pandemie-bedingten Ausgaben etwa für Corona-Tests entstanden. Die Krankenkassen kritisierten, das Darlehen löse nicht das Grundproblem einer soliden Finanzierung der Pflegeversicherung. Der Kredit müsse bis Ende 2023 zurückgezahlt werden. - Die Pflegeversicherung hatte schon das vergangene Jahr mit einem Defizit von 1,35 Milliarden Euro abgeschlossen.


Gut 126.000 Wohnungen in Sachsen mit Landeshilfe abgerissen

In Sachsen sind in den vergangenen 20 Jahren mit Landesgeldern mehr als 126.000 Wohnungen abgerissen worden. Das teilte Regionalentwicklungs-Minister Schmidt bei einem Besuch in Stollberg im Erzgebirge mit. Dadurch seien vor allem frühere DDR-Plattenbaugebiete aufgewertet worden. Zudem seien Wohnungsgesellschaften von hohen Kosten für Leerstand entlastet worden. Nach Schmidts Worten ist das Kapitel Abriss in Sachsen noch nicht beendet. Der Rückbau werde weiterhin eine Rolle spielen. Nun gehe es aber zuerst um die Frage, ob bestimmte Gebäude sanierungsfähig seien.


Führender Taliban-Geistlicher bei Anschlag in Kabul getötet

Der einflussreiche Taliban-Geistliche Haqqani ist bei einem Anschlag in Kabul getötet worden. Das bestätigte der Geheimdienst der Islamisten, ohne Einzelheiten zu nennen. Medienberichten zufolge wurde der Scheich in seiner Religionsschule von einem Selbstmordattentäter mit in den Tod gerissen. Zu der Tat bekannte sich inzwischen die Terrormiliz IS. Der Haqqani-Clan gehört zu den wichtigsten Fraktionen der Taliban und stellt zwei ihrer Anführer. Bei dem Getöteten handelte es sich jedoch um keinen dieser beiden, sondern um ein anderes Mitglied des Familien-Netzwerks.


Großbrand auf Kuba nach 6 Tagen unter Kontrolle

Nach sechs Tagen ist der Großbrand in einem kubanischen Treibstofflager unter Kontrolle. Wie die Feuerwehr mitteilte, breiten sich die Flammen in der Anlage in Matanzas nicht mehr aus. Es drohten auch keine neuen Explosionen mehr. Der Brand werde nun gelöscht. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass sie noch zwei Tage brauchen, um zum Brandherd vorzudringen. Dann erhoffen sie sich auch Klarheit über das Schicksal der 14 Vermissten. Das Feuer war am vergangenen Freitag durch einen Blitzeinschlag in einen der Treibstofftanks ausgelöst worden.


Kirnitzschtalbahn soll ab Samstag wieder fahren

Nach zwei Wochen Waldbrand-Pause soll die Kirnitzschtalbahn den Betrieb wiederaufnehmen. Wie der Verkehrsverbund Oberelbe mitteilte, verkehrt die historische Straßenbahn ab übermorgen wieder planmäßig. Die Züge sollen dann wieder im gewohnten Halbstunden-Takt von Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall fahren. Das Landratsamt in Pirna hatte zuvor erklärt, die Waldbrand-Lage in der hinteren Sächsischen Schweiz habe sich weiter normalisiert.

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