MDR AKTUELL - Meldungen um 16:30 Uhr


Sachsen-Anhalt verstärkt Schutz jüdischer Einrichtungen

In Sachsen-Anhalt werden jüdische Einrichtungen verstärkt geschützt. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, die Maßnahmen der Landespolizei seien intensiviert worden. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Auch in Thüringen befinden sich die Sicherheitskräfte in höherer Bereitschaft. Nach der Eskalation im Nahen Osten war es in mehreren deutschen Städten zu anti-israelischen und anti-semitischen Protesten gekommen. In Gelsenkirchen löste die Polizei einen Demonstrationszug auf, der sich in Richtung Synagoge bewegt hatte. Auch in Hannover gab es juden-feindliche Proteste. Vor der CDU-Bundesgeschäftstelle in Berlin wurde eine israelische Flagge gestohlen, die erst kurz zuvor gehisst worden war. In Sachsen-Anhalt werden jüdische Einrichtungen bereits seit dem Terroranschlag von Halle besonders bewacht.


Thüringen hält an Impfreihenfolge fest

Thüringen will vorerst an der Impf-Reihenfolge festhalten. Als Grund gab das Gesundheitsministerium die begrenzten Liefermengen von Corona-Impfstoff an. Eine Sprecherin sagte, man setze auf ein bundesweit abgestimmtes und möglichst einheitliches Handeln. Zu erwarten sei, dass die festgelegte Piorisierung für alle Impf-Stoffe im Juni aufgehoben werden könne. Bayern, Baden-Württemberg und Berlin haben das schon für kommende Woche angekündigt. In Thüringen ist die Reihenfolge bisher nur für Astrazeneca in den Arztpraxen aufgehoben worden. Aktuell werden im Freistaat täglich etwa 10.000 Menschen geimpft.


CureVac testet weiteren Impfstoff im Tierversuch

Der Tübinger Biotechunternehmen CureVac testet einen weiteren möglichen Covid-Impfstoff. Der Pharmahersteller erklärte, das Mittel habe im Tierversuch mit Ratten eine starke Antigenproduktion und starke Immunantworten hervorgerufen. CureVac hat bereits ein Vakzin vorgelegt. Über die Zulassung entscheidet derzeit die Europäische Arzneimittel-Agentur. Die Europäische Union hat sich schon vorab bis zu 405 Millionen Dosen gesichert.


Samsung stockt Investitonen in Chip-Technologie auf

Samsung will seine Milliarden-Investitionen in die Chip-Technologie kräftig aufstocken. Der südkoreanische Konzern reagiert damit auf die weltweite Halbleiter-Knappheit. Konkret kündigte das Unternehmen in Seoul an, bis 2030 umgerechnet 125 Milliarden Euro bereitzustellen. Damit sollen die Forschung und der Bau neuer Produktionsanlagen beschleunigt werden. - Auch andere große Firmen wie Intel in den USA wollen mit weiteren Milliarden-Summen ihre Kapazitäten erweitern. - Die Nachfrage nach Speicherchips ist in der Corona-Pandemie sprunghaft gestiegen.


Russland will kommerziellen Walfang verbieten

Russland will den kommerziellen Fang von Walen und Delfinen verbieten. Das kündigte Regierungschef Mischustin in Moskau an. Ziel sei es, die Tiere vor rücksichtsloser Ausrottung zu retten. Ab wann das neue Gesetz gelten soll, sagte Mischustin nicht. Ausgenommen von der Regelung sind offenbar wissenschaftliche Zwecke .- Vor zwei Jahren hatten mehr als 100 gefangene gehaltene Wale im Osten Russlands für Schlagzeilen gesorgt. Nach Ansicht von Tierschützern waren sie in viel zu kleinen Becken eingesperrt. Letztlich wurden die Tiere wieder ins Meer freigelassen.

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