SPUTNIK SoundcheckTag Support Your Local Lieblingsact!

Die Musikbranche ist mehr denn je von ihrer Existenz bedroht: Musikerinnen und Musiker haben 2021, was Live-Gigs angeht, fast komplett in die Röhre geschaut. Deswegen legen wir einen Tag lang den Focus auf die schwierige Situation und stellen euch ein paar junge Acts aus unserer Region vor!

Support Your Local Artist Teserbild Bühne mit Logo
Bildrechte: MDR SPUTNIK

DLVRD

DLVRD DJ
Bildrechte: DLVRD

Hinter DLVRD – kurz für Delivered – steckt der aus der Lausitz stammende sorbische Musiker und Produzent Tadej Spittank. Gegründet hat der 22-jährige sein Projekt tatsächlich erst während der Corona-Zeit, als er bei einem Lieferservice arbeitete und Essen „deliverte“. Tadej stammt aus einer sehr musikalischen Familie, er selbst spielt seit frühester Kindheit Geige. Später stieg er auf’s Schlagzeug um. Der Sound von DLVRD ist eine sehr verspielte Mischung aus Future und Bass House. Aktuell bastelt Tadej fleißig an Tracks, um diese dann hoffentlich sehr bald nicht nur in den mitteldeutschen Clubs zu pumpen.

DLVRD steht dafür auf der Bühne einfach zu liefern und gute Laune zu verbreiten.

Tadej Spittank über den Namen seines Dance-Projekts

Gustav & 01099

Rapper Gustav, Teil des Kollektivs 01099
Bildrechte: Julias Erler

Vom Sandkasten in die Charts! Die vier Dresdner Freunde Gustav, Zachi, Daniel und Paul kennen sich seit frühester Kindheit und mischen jetzt mit ihrem buchstäblich „frischen“ Sound die Streaming-Charts auf. Ihr Sensationserfolg „Frisch“ beschreibt das Lebensgefühl der Generation Lockdown, die seit über einem Jahr keinen Club mehr von innen gesehen hat, aber natürlich trotzdem Bock auf Feiern hat. Das Crew-Kürzel 01099 steht für die Postleitzahl von Dresden-Neustadt, in der alle vier aufgewachsen sind.

 Wir wollten musikalisch auch einen Neuentwurf gegenüber dem, was im Rap mit Sexismus und Frauenfeindlichkeit so abgeht.

Gustav von 01099

Ria

Ria Sängerin aus Leipzig
Bildrechte: Lih Tsan

 Ria heißt eigentlich Victoria Janek und kommt ursprünglich aus Bernburg. Bereits seit ihrem vierten Lebensjahr weiß sie, dass sie Sängerin werden will. Und seitdem arbeitet sie daran, sich den Traum von der Pop-Karriere zu erfüllen: mit sieben lernt sie Gitarre, mit 13 gründet sie ihre erste Band, später macht sie sich mit ihrer Band „Sonic Jam“ in Mitteldeutschland einen Namen. Mittlerweile lebt und arbeitet Ria in Leipzig. Dort schreibt sie gerade an den Songs für ihre Debüt-EP, die im Herbst erscheinen soll. Uns hat sie mit ihren gefühlvollen Songs schon Ende letzten Jahres beim Friends Of New Music-Konzert überzeugt.

 Wenn ich schon nicht von der Musik lebe, dann doch aber auf jeden FÜR die Musik!

Ria

Shelter Boy

Sänger Shelterboy
Bildrechte: Janis Vetter

Die größten Talente erkennst du daran, dass diese ihr Talent nicht erklären können. So wie Simon Graupner aka Shelter Boy. Greift der in die Saiten und spielt einen seiner Songs an, klingt das nach zeitloser Leichtigkeit. Der aus Werdau in der Nähe von Zwickau stammende Simon entdeckte bereits früh seine Liebe zum Indie-Rock und erspielte sich als leidenschaftlicher Frontmann seiner Band Still Trees schnell eine sehr große Fanbase. Seit 2019 ist Simon als Shelter Boy solo unterwegs und macht aus den Einflüssen großer Bands von gestern (Beatles, Oasis) den Sound von morgen, denn das Comeback der Gitarre steht an!

Das ist das schönste auf der Welt: einfach rumfahren, essen, ausladen, spielen, trinken, schlafen!

Shelter Boy über das Leben auf Tour

Sorry3000

Band Sorry 3000
Bildrechte: Julia Schwendner

 Ist es Trash? Ist es Kunst? Die „Sorries“, wie ihre zahlreichen Fans die Band aus Halle liebevoll nennen, bezeichnen ihre Musik als Real-Pop. Die vier mögen vielleicht nicht die besten Instrumentalisten sein, ihr Lo-Fi-Sound zwischen Neue Deutsche Welle und Elektro-Pop ist aber auf jeden Fall mitreißend und charmant. Und Sorry3000-Sängerin Stefanie Heartmann arbeitet sich erfrischend klischeefrei an den großen gesellschaftlichen Themen ab: Fitnesswahn, Gentrifizierung, falsche Dorfromantik. Allein schon der Titel ihres Album-Debüt’s „Warum Overthinking dich zerstört“ spricht Bände.

Im Späti im zwei Uhr morgens bekomm ich noch eine Fanta, mein Fahrrad wird daußen geklaut, in der Geschenkekiste ist noch ein Glas Sauerkraut. 

Sorry3000 in ihrem Song „Die Stadt ist schöner