MDR AKTUELL - Meldungen um 21:00 Uhr


THW-Rettungsteam im türkischen Katastrophengebiet eingetroffen

Nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien treffen immer mehr Helfer aus aller Welt im Katastrophengebiet ein. Aus Deutschland kam ein erstes Team des Technischen Hilfswerks in der Provinz Hatay an. Es handelt sich um 50 Spezialisten für die Ortung und Rettung von Verschütteten. An Bord des Charterfliegers befanden sich auch 16 Tonnen Technik und Ausrüstungen. Morgen will das THW auch 50 Tonnen Hilfsgüter in die Türkei schicken. Auch Thüringen schnürte ein erstes Hilfspaket für die Erdbebenopfer. Laut dem Innenministerium in Erfurt wurden zunächst 14 beheizbare Zelte sowie 500 Feldbetten mit Decken und Kissen bereitgestellt. Sie könnten jederzeit abgerufen werden. Die Landeskirchen in Anhalt und Sachsen begannen mit der Sammlung von Spenden. Die erste Lieferung mit Hilfsgütern soll nächste Woche abgeschickt werden.


Briten stellen Ukraine Kampfjets in Aussicht

Großbritannien hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Lieferung von Kampfjets in Aussicht gestellt. Ein Sprecher von Premierminister Rishi Sunak sagte nach einem Überraschungsbesuch von Selenskyj in London, das Verteidigungsministerium sei angewiesen worden, die Verfügbarkeit von Kampfjets zu prüfen. Es handle sich aber um eine langfristige Lösung. Zunächst sollten ukrainische Piloten in Großbritannien an modernen Nato-Flugzeugen ausgebildet werden. Selenskyj hatte in einer Rede vor dem britischen Parlament um weitere Waffenlieferungen für sein Land gebeten. Der Gast wurde in London auch von König Charles empfangen. Der Monarch bekundete dabei die Verbundenheit des Landes mit dem ukrainischen Volk.


CIA: Anschlag auf Nord-Stream-Pipelines nicht von USA verübt

Die CIA hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach die US-Marine die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee gesprengt haben soll. Ein Sprecher des US-Geheimdienstes sagte der Nachrichtenagentur AFP, diese Behauptung sei vollkommen falsch. Der bekannte US-Investigativreporter Seymour Hersh hatte auf seinem Blog berichtet, die Sprengsätze seien in einer verdeckten Operation im Juni vorigen Jahres von Tauchern der US-Marine an den Gasleitungen angebracht worden. Im September seien sie mit Hilfe Norwegens dann ferngezündet worden. Der 85-jährige Pulitzer-Preisträger gab für seine Behauptungen aber lediglich eine anonyme Quelle an. Westliche Regierungen und Medien haben für die Nord-Stream-Explosionen stets Russland verantwortlich gemacht. Auch dafür gab es bislang aber noch keine stichhaltigen Beweise.


Frühere Bundeskanzlerin Merkel erhält Unesco-Friedenspreis

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Unesco-Friedenspreis erhalten. In Yamoussoukro, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, wurde sie damit für ihre Flüchtlingspolitik im Jahr 2015 geehrt. In ihrer Dankesrede verwies Merkel auf immer neue Krisenherde in der Welt und appellierte, Konflikte friedlich zu lösen. Dialog sei die Waffe der Starken, nicht der Schwachen. Merkel widmete den Preis den freiwilligen Helfern, die auf dem Höhepunkt der Krise bei der Aufnahme der Flüchtlinge halfen. Der mit 140.000 Euro verbundene Preis wird von der UNO-Kulturorganisation seit über 30 Jahren verliehen.


DFB-Pokal: Auch Düsseldorf im Viertelfinale

Im DFB-Pokal hat Nürnberg als einziger Zweitligist das Viertelfinale erreicht. Die Franken setzten sich gegen den Ligarivalen Düsseldorf im Elfmeterschießen durch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Zum Abschluss des Achtelfinales stehen sich zur Stunde Bochum und Dortmund gegenüber.

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