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Genesungswünsche für Johnson

Bundeskanzlerin Merkel hat dem corona-infizierten britischen Premier Johnson Kraft und gute Besserung gewünscht. Das schrieb Regierungssprecher Seibert bei Twitter, nachdem am Abend bekannt wurde, dass sich Johnsons Gesundheitszustand weiter verschlechtert hat. US-Präsident Trump sagte in Washington, man sei betrübt darüber, dass der britische Premier auf die Intensivstation verlegt worden sei. Genesungswünsche kamen auch vom französischen Präsidenten Macron und von EU-Kommissionschefin von der Leyen. Der 55-jährige Johnson hatte seine Corona-Infektion Ende März öffentlich gemacht. Vorgestern kam er ins Krankenhaus, seitdem hat sich sein Zustand weiter verschlechtert. Johnson bat nach britischen Angaben Außenminister Raab , vorerst die Amtsgeschäfte zu übernehmen.


Müller: EU muss Flüchtlingslager auf Lesbos umbauen

Bundesentwicklungsminister Müller fordert einen Umbau des Flüchtlingslagers auf der griechischen Insel Lesbos. Der CSU-Politiker sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die EU müsse wegen der Corona-Gefahr schnell handeln. Als Erstes müsse das Versprechen eingelöst werden, Kinder aus dem Flüchtlingslager zu evakuieren. Damit allein sei das Problem aber nicht gelöst. Das Lager auf Lesbos müsse in kleinere Einheiten unterteilt werden, sonst drohe eine Katastrophe. Müller sagte, die Corona-Gefahr für Geflüchtete auf den griechischen Inseln sei größer als anderswo. Das Lager auf Lesbos ist extrem überfüllt.


Airbus setzt Produktion an zwei deutschen Standorten aus

Der Flugzeugbauer Airbus setzt wegen der Corona-Krise seine Produktion an den deutschen Standorten Bremen und Stade aus. Wie der Konzern mitteilte, soll die Arbeit in Bremen zunächst drei Wochen ruhen. Im niedersächsischen Stade soll zunächst für den Rest der Woche pausiert werden. Außerdem werde es tageweise weitere Unterbrechungen geben. Mit den Maßnahmen reagiert der europäische Flugzeugbauer Airbus eigenen Angaben zufolge auf die Umstände der Coronavirus-Pandemie. Auch an einem US-Standort im Staat Alabama soll die Produktion vorerst ruhen.


Russische Reichsbewegung laut USA Terrororganisation

Die USA haben die rechtsextreme Russische Reichsbewegung als Terrororganisation eingestuft. Das teilte der zuständige US-Koordinator Sales mit. Die USA stuften damit erstmals eine rassistische Gruppierung als ausländische Terrororganisation ein. Bisher stehen auf dieser Liste vor allem islamistische Organisationen. Die Russische Reichsbewegung organisiert den Angaben zufolge paramilitärische Trainingslager in Russland. Dabei würden auch Neonazis aus westlichen Staaten ausgebildet. Darunter sollen zum Beispiel Bürger aus Schweden gewesen sein, die später Anschläge in ihrer Heimat verübten. US-Antiterror-Koordinator Sales erklärte, seit 2015 habe es weltweit eine Zunahme von rassistisch motiviertem Terrorismus gegeben.


Grüne und SPD wollen in München koalieren

In der bayerischen Landeshauptstadt München wollen Grüne und SPD im Stadtrat eine Koalition schmieden. Wie die Parteien mitteilten, haben sie Koalitionsverhandlungen beschlossen. Es gebe viele inhaltliche Überschneidungen, so die Grünen. Bisher gab es im Münchner Stadtrat eine Koalition von CSU und SPD. Bei der Kommunalwahl Mitte März hatten sich die Mehrheitsverhältnisse aber deutlich verschoben. Die Grünen wurden stärkste Kraft. Oberbürgermeister bleibt der SPD-Politiker Reiter. Er setzte sich in einer Stichwahl durch.

Zuletzt aktualisiert: 07. April 2020, 02:43 Uhr