MDR AKTUELL - Meldungen um 13:00 Uhr


Spekulationen über Grund für Lecks in Ostsee-Pipelines

Mehrere Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 haben international Besorgnis und Spekulationen ausgelöst. In Moskau erklärte Kremlsprecher Peskow, die russische Regierung sei äußerst beunruhigt über die Situation. Der Grund für die Defekte müsse nun durch Untersuchungen schnell geklärt werden. Derzeit könne man aber nichts ausschließen - auch nicht Sabotage. Der polnische Vize-Außenminister Przydacz mutmaßte dagegen, es könne sich auch um russische Provokationen handeln. - In den derzeit nicht genutzten Pipelines war gestern ein großer Druckabfall festgestellt worden. Heute teilten die dänischen Behörden mit, man habe in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm insgesamt drei Lecks in den Leitungen entdeckt. Das sei sehr ungewöhnlich.


Studie zu Missbrauch von Kindern im Sport

Im Sportbereich betrifft das Problem sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vor allem den Leistungs- und wettkampforientierten Breitensport. Das geht aus einer umfassenden Studie einer unabhängigen Kommission hervor. Grundlage waren 72 Berichte von Betroffenen oder Zeitzeugen. Zwei Drittel der Opfer waren demnach sexualisierter Gewalt nicht nur einmal, sondern regelmäßig und zum Teil über einen langen Zeitraum ausgesetzt. Die Täter seien überwiegend männliche Trainer, Betreuer oder Lehrer gewesen. Knapp ein Fünftel der untersuchten Fälle betraf sexuellen Kindesmissbrauch im DDR-Sport.


"Sozialtourismus"-Vorwurf: Merz rudert zurück

CDU-Chef Merz hat seine Äußerung über "Sozialtourismus" von ukrainischen Flüchtlingen zurückgenommen. Merz schrieb auf Twitter, er bedauere die Verwendung des Wortes. Das sei eine unzutreffende Beschreibung eines Problems, das es nur in Einzelfällen gebe. Merz hatte zuvor der Bundesregierung vorgeworfen, mit ihrer Flüchtlingspolitik soziale Spannungen auszulösen. Der Anspruch auf Sozialleistungen für Kriegsflüchtlinge führe zu einem "Sozialtourismus", bei dem Menschen zwischen Deutschland und der Ukraine hin- und herpendelten. Bundesinnenministerin Faeser warf Merz daraufhin Stimmungsmache vor. Er trage dies auf dem Rücken von Frauen und Kindern aus, die vor Putins Bomben und Panzern geflohen seien.


Jeder fünfte pflegende Angehörige von Armut bedroht

Jeder fünfte pflegende Angehörige ist von Armut bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in einer Studie. Bei pflegenden Frauen sei sogar jede vierte betroffen. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Bentele, erklärte, Pflegen mache arm. Das sei die erschütternde Wahrheit. Bentele forderte die Einführung eines Gehalts für pflegende Angehörige. In Deutschland werde die Bedeutung der häuslichen Pflege unterschätzt. Die Aufmerksamkeit richte sich vorrangig auf die Heime. Tatsächlich würden aber gut drei Millionen der 4,1 Millionen Pflegebedürftigen von ihren Angehörigen zu Hause versorgt.


Sieben Verletzte bei Protesten in Leipzig

In Leipzig sind gestern bei Demonstrationen sieben Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei mussten vier von ihnen medizinisch versorgt werden. Bei den Protesten gegen hohe Energiepreise und die Russland-Sanktionen seien am Abend Teilnehmer verschiedener Lager aneinandergeraten. Woran sich der Streit entzündet habe und wie viele Beteiligte es gegeben habe, sei noch unklar. Auch in zahlreichen anderen mitteldeutschen Städten gab es Proteste. Die größten wurden aus Chemnitz, Magdeburg und Gera gemeldet.

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