MDR AKTUELL - Meldungen um 14:30 Uhr


Schweden lässt Vergewaltigungsvorwurf gegen Assange fallen

Die schwedische Staatsanwaltschaft stellt ihre Untersuchung gegen Wikileaks-Gründer Assange ein. Das teilte die Vize-Direktorin der schwedischen Strafverfolgung, Persson, mit. Die Voruntersuchungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung würden niedergelegt. Assange hatte interne Dokumente von US-Streitkräften und -Behörden öffentlich gemacht. Kurz danach wurden in Schweden Vorwürfe von Vergewaltigung und sexueller Nötigung gegen ihn laut. Assange floh in die Botschaft Ecuadors in London, in der er sieben Jahre blieb. Im April 2019 entzog ihm Ecuador das Asylrecht; Assange wurde von der britischen Polizei festgenommen. Er wurde zu 50 Wochen verurteilt, da er sich durch seine Flucht in die Botschaft der Justiz entzogen habe. Die USA haben seine Auslieferung beantragt.


Nato will Weltraum zum Einsatzgebiet machen

Die Nato will den Weltraum zum Einsatzgebiet erklären. Generalsekretär Stoltenberg sagte in Brüssel, der Weltraum sei unentbehrlich für Verteidigung und Abschreckung. Eigene Waffen werde die Nato aber im All nicht stationieren. Morgen beraten die Außenminister der Militärallianz, ob der Weltraum neben Luft, Land, See und Cyberspace zum Operationsbereich werden soll. Im Juni hatten die Nato-Verteidigungsminister erstmals eine Weltraum-Strategie beschlossen. Das Bündnis will damit vor allem Satelliten schützen, die für die Kommunikation bei Einsätzen wichtig sind.


Afrika-Gipfel: Merkel für engere Zusammenarbeit

Bundeskanzlerin Merkel hat zum Auftakt einer Afrika-Konferenz in Berlin für eine engere Zusammenarbeit geworben. Afrikaner und Europäer stünden vor vielen gemeinsamen Herausforderungen, etwa beim Klimaschutz, der Digitalisierung oder der Migration. Zugleich forderte Merkel die afrikanischen Länder auf, ihren Kurs für Rechtsstaatlichkeit und ein transparentes Finanzsystem fortzusetzen. Das werde auch mehr deutsche Investoren bringen. - Deutschland hat bereits Partnerschaften mit mehreren Ländern Afrikas geschlossen, die sich zu Reformen verpflichtet haben. Dazu gehören Tunesien, Senegal und Äthiopien.


Neue Ausschreibungsrunde für Lehrer in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt will mehr als 850 neue Lehrer einstellen. Wie das Kultusministerium mitteilte, startete heute eine neue Ausschreibungsrunde. Es ist bereits die fünfte in diesem Jahr. Gesucht werden Lehrer für alle Schulformen und in allen Landesteilen. Bildungsminister Tullner sagte, die Unterrichtsversorgung sei derzeit angespannt. Um eine Versorgung von 100 Prozent zu erreichen, fehlten etwa 600 Pädagogen. Die ersten Stellen sollten noch in diesem Jahr besetzt werden. - Die neue Ausschreibungsrunde endet kommende Woche Mittwoch.


Chemie-Explosion in Tschechien

In Tschechien hat es in einem Entsorgungsbetrieb für gefährliche Abfälle eine Explosion gegeben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK wurden acht Menschen verletzt. Zwei hätten wiederbelebt werden müssen. Der Vorfall habe sich in der Nähe von Liberec ereignet, rund 50 Kilometer südlich von Görlitz. Die Polizei teilte mit, zur Detonation sei es beim Mischen zweier noch unbekannter Substanzen unter Einwirkung von Wasser gekommen. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten und nicht unnötig ins Freie gehen.

Zuletzt aktualisiert: 19. November 2019, 14:43 Uhr