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Thüringen: Linke, SPD und Grüne einigen sich auf Ressorts

In Thüringen haben sich Linke, SPD und Grüne auf die Zuschnitte der Ministerien für die geplante Minderheitsregierung verständigt. Das teilten die drei Parteien am Abend mit. Demnach sollen die Linken weiterhin vier, die SPD drei und die Grünen zwei Ministerien verantworten. Die Grünen behalten das Umweltministerium, das um den Bereich Verbraucherschutz erweitert wird. Auch das Justizministerium soll weiter von den Grünen geführt werden. Allerdings wandert der Bereich Migration in das Linke-geführte Sozialministerium. Die Linke stellt weiterhin den Chef der Staatskanzlei sowie die Minister für Kultur, Soziales, Bildung sowie Agrar- und Infrastruktur. Die SPD soll wie bisher die Ministerien für Wirtschaft, Finanzen und Inneres führen.


Blindgänger: Entschärfung in Berlin geplant

Im Zentrum Berlins muss ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Die Polizei twitterte vor wenigen Minuten, dass die Evakuierung abgeschlossen sei. Jetzt werde mit der Entschärfung begonnen. Etwa 1.900 Menschen wurden aufgerufen, ihre Wohnungen nahe dem Alexanderplatz zu verlassen. Die S-Bahnen und Straßenbahnen halten nicht mehr am Alex. Die U-Bahnen stoppen nicht mehr im Bahnhof Klosterstraße. Der Fernsehturm, das Rote Rathaus und zahlreiche Bürogebäude wurden geschlossen. - Die Bombe war gestern Vormittag bei Bauarbeiten hinter dem Roten Rathaus gefunden worden. Sie kann nicht gefahrlos abtransportiert werden.


Neue russische Regierung vorgestellt

Der neue russische Regierungschef Mischustin hat in Moskau sein Kabinett vorgestellt. Im Amt bleiben Außenminister Lawrow und Verteidigungsminister Schoigu . Auch Innenminister Kolokolzew arbeitet in der neuen Regierung weiter. Die meisten anderen Posten wurden neu besetzt. - In der vergangenen Woche war der bisherige Ministerpräsident Medwedew samt Kabinett zurückgetreten. Präsident Putin hatte unmittelbar zuvor Reformen und eine Verfassungsänderung angekündigt. Medwedew wird künftig an der Seite Putins stellvertretender Chef im russischen Sicherheitsrat.


Hunderte demonstrieren gegen Wirtschaftstagung in Davos

In Davos haben mehrere Hundert Menschen friedlich gegen das Weltwirtschaftsforum demonstriert. An der Kundgebung beteiligten sich auch Menschen, die in einem dreitägigen Fußmarsch in den Alpenort gewandert waren. Eine Sprecherin sagte, man erwarte nichts vom Forum, man wolle es abschaffen. Seine Mitglieder hätten die Welt in einen katastrophalen Zustand geführt. Davos sei besetzt von Machthabern, abgeschirmt von Sicherheitsleuten. Dabei bräuchten eigentlich Hunderte Millionen Menschen Schutz vor dem Kapitalismus.


Bericht: Boeing rechnet mit 737-Max-Flugverbot bis Sommer

Der Flugzeughersteller Boeing rechnet offenbar damit, dass das Flugverbot für das Modell 737 Max nicht vor Mitte des Jahres aufgehoben wird. Das berichten US-TV-Sender. Die US-Flugaufsicht FAA werde nach Ansicht des Konzerns nicht vor Juni oder Juli die Starterlaubnis verfügen. Bislang sei das Unternehmen von einem früheren Zeitpunkt ausgegangen. Die Boeing-Aktien gaben nach den Berichten an den Börsen weiter nach und sanken auf ein neues Tief. - Das Boeing-Modell 737 Max ist seit März aus dem Verkehr gezogen. Bei zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien waren zuvor fast 350 Menschen ums Leben gekommen.

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2020, 00:13 Uhr