MDR AKTUELL - Meldungen um 6:30 Uhr


Bund und Länder planen offenbar neuen Lockdown

Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen bei ihrer heutigen Video-Konferenz offenbar drastische Kontaktbeschränkungen verhängen. Nach übereinstimmenden Medienberichten geht das aus dem Entwurf der Beschlussvorlage für den Gipfel hervor. Demnach sollen sich in der Öffentlichkeit nur noch Menschen aus zwei verschiedenen Haushalten treffen dürfen. Übernachtungsangebote für Urlauber werden bundesweit untersagt. Wieder schließen müssen Theater, Konzerthäuser, Kinos, Sportanlagen, Diskotheken und Bars. Restaurants dürfen nur noch Speisen ausliefern oder zum Mitnehmen anbieten. Die Einschränkungen sollen den Angaben zufolge in einer Woche in Kraft treten und bis Ende November gelten. Schulen und Kitas werden dem Entwurf zufolge dagegen offen gehalten, ebenso Friseursalons und Physiotherapie-Praxen.


NGG warnt vor Kahlschlag im Gastgewerbe

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat bei einem erneuten Lockdown vor einem Kahlschlag in der Gastronomie-Branche gewarnt. Der Gewerkschaftsvorsitzende Zeitler sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Hotels, Gaststätten und Bars seien mit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Sie dürften nicht geopfert werden. Andernfalls wären Arbeitsplätze unwiederbringlich verloren. Zeitler betonte, dass das Gastgewerbe nach bisherigen Erkenntnissen kein Infektionsherd sei. Risikoreicher seien beispielsweise private Feiern.


Europarat kritisiert polnische Polizei

Das Anti-Folter-Komitee des Europarats hat erneut scharfe Kritik an den Zuständen im polnischen Polizeigewahrsam geäußert. In einem in Straßburg vorgelegten Bericht heißt es, bei der Umsetzung von Empfehlungen aus dem Jahr 2018 gebe es in Polen keinerlei Fortschritte. Noch immer erhielten Festgenommene weder Rechtsbeistand noch angemessene medizinische Versorgung. Zudem gebe es weiterhin Vorwürfe unrechtmäßiger Polizeigewalt. Verletzungen der Opfer würden kaum dokumentiert und oft nur unzureichend behandelt.


Erneut Ausschreitungen in Philadelphia

Nach der Tötung eines Afroamerikaners durch die Polizei ist es in der US-Großstadt Philadelphia die zweite Nacht in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Nach Darstellung der Polizei zogen etwa 1.000 Menschen randalierend durch die Straßen. Sie hätten Geschäfte und Unternehmen geplündert. Ob es wieder Verletzte oder Festnahmen gab, ist noch unklar. Vorgestern hatten Beamte in Philadelphia einen 27-jährigen Schwarzen erschossen. Die Polizei erklärte, der Verdächtige sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe es trotz mehrfacher Aufforderungen nicht fallen lassen.


Ein Toter bei Unfall auf der A2

Auf der A2 hat es zwischen Ziesar und Wollin einen LKW-Unfall mit einem Toten gegeben. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, ist der Fahrer gegen die Mittelplanke gefahren. Der Mann sei tot in seiner Fahrerkabine gefunden worden. Die Unfallursache blieb zunächst unklar. Die Autobahn ist in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Wie lange die Bergungsarbeiten dauern, ist noch unklar.

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