MDR AKTUELL - Meldungen um 22:30 Uhr


Schulmassaker in Texas: Behörden räumen schwere Fehler ein

Nach dem Schulmassaker in Texas haben die Behörden des US-Bundesstaates schwere Fehler beim Polizeieinsatz eingeräumt. Der Direktor des Amtes für öffentliche Sicherheit, McCraw , sagte bei einer Pressekonferenz in Uvalde , es sei falsch gewesen, nicht früher in den Klassenraum einzudringen, in dem sich der Täter mit seinen Opfern verschanzt habe. Dafür gebe es keine Entschuldigung. Nach Angaben von McCraw waren schon frühzeitig 19 Polizisten in dem Korridor vor dem Klassenzimmer versammelt. Statt den Täter zu stoppen, hätten sie jedoch entschieden, auf Spezialkräfte zu warten. Dies habe sich im Nachhinein als Fehler erwiesen. Der Schütze hatte in dem Raum 19 Kinder und zwei Lehrerinnen getötet, ehe die Spezialkräfte eingriffen.


Treffen der US-Waffenlobby in Houston begonnen

In der texanischen Metropole Houston hat das dreitägige Treffen der US-Waffenlobby NRA begonnen. Aufgrund des Schulmassakers in Uvalde hat es diesmal zahlreiche Absagen gegeben. Der texanische Gouverneur Abbott wollte dem Treffen fern bleiben. Allerdings kündigte er an, eine Videoansprache zu halten. Auch der Waffenhersteller Daniel Defens nimmt nicht am NRA-Jahrestreffen teil. Aus seiner Produktion stammten die Sturmgewehre, die der Amokläufer verwendet hatte. Zum Auftakt hatten sich vor dem Veranstaltungsdort zahlreiche Demonstranten versammelt. Sie forderten ein "Nein zu Waffen". Ex-US-Präsident Trump will eine Rede vor Waffen-Lobbyisten halten.


Ukraine-Krieg löst orthodoxe Kirchenspaltung aus

Der Ukraine-Krieg führt zu einer Spaltung der russisch-orthodoxen Kirche. Der ukrainische Zweig beschloss in Kiew, sich vollständig von der Moskauer Kirchenführung loszusagen. Zur Begründung hieß es, man teile nicht die Positionen von Patriarch Kyrill zu dem Krieg. Ein Landeskonzil habe deshalb Änderungen des Kirchenstatuts angenommen. Damit werde die volle Unabhängigkeit der ukrainischen orthodoxen Kirche hergestellt. - Kyrill unterstützt die russische Invasion in der Ukraine. Hunderte orthodoxe Priester haben deshalb ein internationales Kirchentribunal gegen den Partriarchen gefordert.


EU: Gemeinsamer Einkauf von Medikamente gegen Affenpocken

Die EU plant, Impfstoff und Medikamente gegen Affenpocken gemeinsam einzukaufen. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte in Brüssel, mit den Mitgliedsstaaten sei darüber ein breiter Konsens erzielt worden. Die neue EU-Behörde zur Vorsorge von Gesundheitskriesen solle so bald wie möglich medizinische Abwehrmittel kaufen. Die Kommission will gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten das genaue Verfahren in den nächsten Tagen festlegen. Eine Impfung wird nach Auskunft der Sprecherin nur auf ganz konkrete Fälle beschränkt sein. Das Risiko sei geringer als bei Covid-19.


US-Börsenaufsicht ermittelt zu Musks Twitter-Einstieg

Die US-Börsenaufsicht SEC untersucht den Einstieg des Milliardärs Musk bei Twitter. Das geht aus einem Brief der Behörde an Musk hervor. Darin weist die Behörde Musk darauf hin, dass er sein Investment bei Twitter nicht vorschriftsmäßig offengelegt habe. Musk hatte Anfang April mitgeteilt, mehr als neun Prozent an Twitter zu halten. Dies war offenbar zu spät. Außerdem gibt es eine Klage von Aktionären. Sie werfen Musk vor, wegen der verspäteten Pflichtmitteilung Marktmanipulation und Wertpapierbetrug vor. Der Tesla-Chef hat sich bislang dazu nicht gäußert.

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